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Gute Vorsätze

Gute Vorsätze

Der Frühling klopft laut an die Tür. Ostern steht kurz bevor. Das bedeutet zum einen, der Winter ist endlich vorüber, es bedeutet aber auch, das erste Jahresquartal ist um. Zeit, kurz mal inne zu halten und die letzten Monate zu betrachten.

Wie motiviert warst du noch in der Neujahrsnacht. All‘ die guten Vorsätze für 2018: „Das wird mein Jahr!“, „Jetzt erreiche ich alles!“

Wo stehst du jetzt?
Hast du deine Ziele schon erreicht?
Versuchst du es wenigstens noch?

Wenn wir ehrlich sind, ist es wie all die Jahre zu vor. Wir waren so motiviert. Unser Ziel lag so klar vor uns, wir sind los marschiert, vollen Mutes und Entschlossenheit. Dann kam der erste Hügel, vielleicht auch ein Berg. Wir wurden langsamer und dann machten wir diese kurze Pause. Jetzt stehen wir hier, am gefühlten Anfang.

Dies ist der entscheidende Punkt an dem wir feststellen, was wir wirklich wollen oder was wir vor ein paar Wochen nur so dahin gesagt haben. Denn unsere Ziele und unsere wahren Träume, die lassen sich von einem Hügel, einem Berg oder auch einem ganzen Gebirgszug nicht aufhalten.

Also, nutzt du die kleine Verschnaufpause um mit neu geschöpfter Energie den Weg weiter zu gehen, auch wenn er steinig ist. Oder wirft dich die Pause immer weiter zurück?

Therapie – Was für ein Wort…

Therapie – Was für ein Wort…

Was sich doch alles hinter diesem Wort verbirgt.
Wenn dir jemand sagt: „Ich bin in therapeutischer Behandlung.“ Dann ist das eine Aussage, die dir gleich klar macht: Mein Gegenüber braucht Hilfe.
Therapie – Das Wort selbst kommt aus dem altgriechisch und bedeutet so viel wie „Heilen, Pflegen“. Hilfe brauchen ist jedoch noch zu unspezifisch. Es könnte alles sein – Ergotherapie, Physiotherapie oder Schmerztherapie. Diese Formen von Therapie scheinen auch gerade noch gesellschaftstauglich zu sein – aber Psychotherapie?

Nein, Psychotherapie ist das nicht. In unserer Gesellschaft ist es meist noch ein Tabu-Thema. Denn mit dem Wort „Psychotherapie“ schwingt immer auch die Schwäche des Gegenübers mit. Schwäche ist für die meisten Menschen immer noch sehr negativ beleg.
Mir scheint, dass Psychotherapie ein Synonym für „Mensch zweiter Klasse“ geworden ist.

Seit wann ist „Hilfe brauchen“ gleichbedeutend mit der Abwertung der eigenen Person?

Kein Mensch kann alles können, kein Mensch kann alles wissen. Sonst müssten wir nicht in die Schule gehen, es gäbe nicht diese Fülle an diverser spezifischer Ausbildungsberufe und Fortbildungen. Menschen hätten auch nicht unterschiedliche Begabungen und Interessen. Es ist von der Natur so gewollt, dass nicht jeder Mensch die vollkommene Perfektion in jedem Bereich erlangen kann. Nur so kann auch Entwicklung vorankommen.

Im Alltag erleben wir nahezu täglich verschiedene Formen von „Hilfe brauchen“.

Du fragst den Nachbarn mal eben um Hilfe beim Waschmaschine in den Keller tragen – ok.
Du besuchst einen Kurs um eine Fremdsprache zu lernen – ok.
Du verletzt dich beim Sport und lässt dich medizinisch versorgen – ok.
Du erleidest z. B. aufgrund einer traumatischen Erfahrung eine seelische Verletzung und brauchst Hilfe – nicht ok?

Sobald die benötigte Hilfe unsere Seele betrifft, scheint es als sei das ein gesellschaftliches Tabuthema. Von Depressionen oder Burn-Out kannst Du nur den engsten Vertrauten erzählen, auf keinem Fall „Freunden“ oder gar dem Arbeitgeber. Eine seelische Krankheit oder Verletzung ist ein Aktenverweis, ein Makel, ein Stempel auf dem steht „Dieser Mensch funktioniert nicht.“

Wo ist unsere Gesellschaft nur so arg falsch abgebogen?

Ich wünsche Dir so sehr, dass du den Mut aufbringst aufzustehen. Dass du dich traust es auszusprechen. Ich wünsche Dir, dass du Deinen Helfer findest. Es ist kein Makel Hilfe zu brauchen. Es ist Verantwortung sich Hilfe zu suchen. Die Verantwortung sich selbst gegenüber. Steh auf, hör auf deine Seele und tu das was ihr gut tut.

Ob dein Helfer nun Coach, Therapeut, Freund, Haustier oder sonst wie heißt, das ist nebensächlich. Im Grunde wollen alle diese Helfer dasselbe – Dir helfen, dir gut zu tun.

Wege zu einander

Wege zu einander

Drei Jahre ist Chino nun schon fast bei uns. In diesen drei Jahren habe ich viel über ihn und noch mehr über mich selbst gelernt. Zwei starke Charaktäre und viel Temperament sind von beiden Seiten aufeinander geprallt. Chino war mein Meteoriteneinschlag.

In drei Jahren sind wir viel nebeneinander her gegangen. Wir haben oft diskutiert und waren uns nicht immer einig. Aber immer wenn es drauf an kam konnten wir uns aufeinander verlassen. Jetzt gehen wir nicht mehr nur nebeneinander, sondern miteinander.

Natürlich.Zusammen.Sein.

Dieser Slogan begleitet uns von Anfang an. Wir hören einander zu. Wir reden miteinander. Jeder stellt dem anderen eine Frage und bekommt eine höfliche Antwort. Vertrauen und Verständnis sind gewachsen.

 

Mein Weg führte mich zu Dir und nun gehen wir denselben Weg.

Du bist mein bester Lehrer. Danke.

und wieder geht ein Jahr zu Ende..

und wieder geht ein Jahr zu Ende..

2017 scheint an uns vorbei geflogen zu sein. Es war ein aufregendes Jahr mit vielen neuen Ideen. Nicht alle Ideen konnten schon umgesetzt werden aber einige haben sich hartnäckig in meinem Dickkopf breit gemacht.

Sommer und Chino sind wie Pech und Schwefel zusammen gewachsen. Die beiden machen einfach jeden Tag einen großartigen Job. Jedem Kunden stellen sie sich vorurteils- und wertfrei gegenüber. Nehmen Jeden, genau so wie er/sie ist.
Dieses Jahr haben beide mehrfach bewiesen, dass ich mich immer auf sie verlassen kann. Egal, ob wir Zuhause in vertrauter Umgebung oder auf unbekanntem Terrain unterwegs sind.

Mein Blick hat sich in diesem Jahr geweitet. Ich sehe meine Pferde noch mehr als eigenständige Persönlichkeiten. Jeder besitzt seine ganz besondere Seele.
Für mich und meine Pferde habe ich endlich einen Weg gefunden, den ich weiter gehen werde – Natural Horsemenship.
Beide Jungs haben mit mir Kurse besucht und sind mir noch ein Stück näher gekommen.
Mit Herz und Verstand haben wir dieses Jahr gezeigt, was in einer vertrauensvollen Partnerschaft möglich ist. Chino belegt den 1. und Sommer den 5. Platz bei der diesjährigen Gelassenheitsprüfung auf dem Freizeitreitertunier des RuF Elbtalaue Bleckede.

Im nächsten Jahr warten neue spannende Projekte auf die Lichtpferde. Ich möchte mein Angebot gerne erweitern und wachsen. Ich freue mich auf das, was kommt und bin dankbar für das, was 2017 uns geschenkt hat.

Die Lichtpferde sind vom 23.12.17 bis zum 07.01.18 im Urlaub und schnauben mal durch.

Ich wünsche Euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018. Passt auf eure Seelen auf.

Anrufbeantwortung

Anrufbeantwortung

Liebe Kunden und Interessierte,

aus gegebenen Anlass kann ich Telefonanrufe mit unterdrückter Rufnummer künftig leider nicht mehr entgegennehmen. Bitte achten Sie darauf, dass an Ihrem Telefon die Rufnummernübertragung (CLIP) eingeschaltet ist. Ich bitte um Verständnis.

Auf Schleifenjagd

Auf Schleifenjagd

Ein Mal im Jahr gibt es hier im Dorf ein Freizeitreitertunier. Hinterm Deich gibts zwei Tage Remmi-Demmi. Klar, dass wir da auch dabei sind. Wir können schließlich hin reiten.

Für Sommer war es das erste Mal, dass er auf so einer Veranstaltung war. Ich habe ihn auch nur für eine Prüfung angemeldet. Als wir am Samstag ankommen ist Sommer hin und weg von dem Anblick, der sich ihm da am Deichfuß zeigt. So viele fremde Pferde und so ungewohnte Geräusche. Dieses Knacken aus den Lautsprechern war für einige eine echte Herrausforderung. Wir sind die Vorletzten von insgesamt 23 Startern bei der Gelassenheitsprüfung und haben 1,5 Stunden gewartet, ehe wir dran kommen. Während des Wartens denk ich mir, allein dafür verdient Sommer den 1. Platz.

Fremde Pferde, keine geklärte Rangordnung, nervöse Menschen und laute Geräusche aus den Lautsprechern. Hier und da verliert ein Pferd bereits die Nerven. Sommer bleibt cool. Zeigt mir, wie viel er im letzten 3/4 Jahr gelernt hat und dass er schon ein großer Junge ist. Ganz souvervän macht er den 5. Platz und ich könnte kaum stolzer sein.

Am Sonntag durfte Chino drei Mal starten. Wobei durfte oder musste er? Er selbst hätte mich vermutlich nicht gefragt, ob wir da hin gehen können. Den ganzen Tag hat er mir gezeigt, wie sehr ich mich auf ihn verlassen kann. Zu erst haben wir am „Ringreiten Mannschaft“ teilgenommen. Früh aufstehen, wenig Schlaf und wenig Zeit für ein gutes Frühstück. Chino ist etwas nervös, lässt sich anstecken von den anderen. Ich lasse ihn auf dem Abreiteplatz ein wenig laufen und er beruhigt sich. Und wieder denke ich, was wir doch alles von unseren Pferden verlangen. Dieses ganze Tamm-Tamm so gegen ihre Natur. Wir starten unsere drei Versuche mit der Lanze. Chino gibt die Gangart vor – Galopp natürlich. Ich treffe zumindest einmal mit der Lanze im Galopp den Ring.

Anschließend nimmt auch Chino an der Gelassenheitsprüfung teil. Wieder über 20 Kandidaten, wieder sind wir fast die letzten Starter. Unter den Plätzen 8 bis 3 sind wir nicht. Schade, denke ich. Und dann sind wir sogar Sieger! Chino macht den 1. Platz in der Gelassenheitsprüfung und ich bin so stolz auf meine Jungs. Was für ein Tag!

Die letzte Prüfung ist mit Anton, aber erst ab 15 Uhr. Chino hat sich eine lange Pause im Paddock verdient. Er ist so pflichtbewusst in seinem kleinen Viereck ohne Strom. Seine großen Augen werden müde und ich hole ihm Wasser. Herrchen bringt Anton und gemeinsam meistern wir zu dritt den letzten Parcour. Anton ist aufgeregt, auch er war noch nie auf so einer Veranstaltung. Aber auch er hat es toll gemacht und so bekommen wir hier den 2. Platz.

Was für ein ereignisreiches Wochenende. Die Schleifchen sind nicht das Wichtigste. Natürlich freue ich mich darüber, dass sie alle vordere Plätze belegt haben. Viel wertvoller finde ich jedoch, dass meine Jungs sich auf mich verlassen und ich mich auf sie. Ich wäre jederzeit bereit gewesen abzubrechen, wenn ihr Wohl gefährdert gewesen wäre. Aber beide haben das mit mir gemeinsam gemacht, denn wir sind ein Team.

Wo die Herzen wild und frei sind

Wo die Herzen wild und frei sind

Zu Gast bei Wildpferden

Am Samstag durfte ich Gast der Familie Niederhoff in Dellien sein. Sie haben mich eingeladen ihre Koniks, eine rückgezüchtete Wildpferde-Art,  kennen zu lernen. Im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue leben die rund 20 Koniks in einer halboffenen Weidelandschaft, den Sudenwiesen.

Als wir mit unserem Landrover angerollt kommen, werden wir direkt von der Herde in Empfang genommen. Diese dunklen klaren Augen nehmen neugierig alle Neulinge unter die Lupe. Schnell nehmen die Koniks Kontakt zu mir auf, beschnuppern mich und lassen sich von mir streicheln. Aber ich merke gleich – sie sind keine Hauspferde. Denn den Rahmen unseres Kennenlernens stellen sie – nicht ich.

Eine Stute hat es mir besonders angetan. In ihrem Gesicht liegt ein wahnsinnig starker Ausdruck. Sie ruht in sich, ihr Fohlen hüpft um sie herum und ihre Kugel lässt verraten, dass das nächste schon bald geboren werden will. Es ist klar, wie hier die Rollen verteilt sind. Wir sind ihre Gäste. Sie dulden uns, solange wir höflich zurückhaltend sind.Die kleine Herde bestimmt die Regeln. Wollen sie Kontakt, nehmen sie ihn sich. Wollen sie mehr Distanz  zeigen sie es unmissverständlich. Als ich mich unbewusst einem Fohlen zu sehr nähere spüre ich das sofort. Nicht das die Stute mir drohen müsste, nein es ist allein ihre Aura die mir Gänsehaut bereitet und ich das Bedürfnis habe mich bei ihr zu entschuldigen.

Ihre Seelen sind wie die Landschaft in der sie leben. Von der Witterung geformt – wild und frei. Dieser Begegnung lag ein Zauber inne und ich bin dankbar, dass ich die Wilden von der Elbe kennen lernen durfte. Ganz sicher war das auch nicht mein letzter Besuch bei den Koniks auf den Sudenwiesen.

Was wirklich wichtig ist

Was wirklich wichtig ist

Mittwoch morgen hatten wir einige Mitarbeiter des Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH Boizenburger Werkstätten bei uns zu Gast. Gemeinsam haben wir zwei sehr erfüllende Stunden verbracht.

Die kleinen und einfachen Dinge im Leben sind es, die unser Herz mit Freude erfüllen können. Tage wie diese, zeigen mir wieder was wirklich wichtig ist.

Es ist nicht wichtig wer du bist oder woher du kommst. Es ist nicht wichtig wie du aussiehst und dich kleidest. Es ist nicht wichtig ob wir dieselbe Sprache sprechen und wie du dich artikulierst. Es ist nicht wichtig ob du groß, klein, dick oder dünn bist. Es ist total egal wie alt du bist und es spielt absolut keine Rolle an was du glaubst.

Das einzige was wirklich zählt ist ein reines Herz.

Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für das Vertrauen, das uns die Lebenshilfe Boizenburg entgegen gebracht hat und freue mich außerordentlich auf weitere Zusammenarbeit!

Lichtblick zu Besuch bei den Lichtpferden

Lichtblick zu Besuch bei den Lichtpferden

Obwohl wir im letzten Jahr deutlich besseres Wetter hatten, freuen wir uns ganz besonders, dass wir auch in diesem Frühjahr die Kinder von Lichtblick wieder bei uns begrüßen durften.

Dieses Mal war es für die Kids sehr intensiv. Zwei Kindern konnten sich ausgiebig mit je einem der Jungs beschäftigen. Dabei hatten wir alle viel Spaß!

Zunächst einmal hieß es die beiden gut zu putzen, damit auch nichts scheuert und sie schön sauber sind. Danach konnten die Kinder ihre Kreativität mit Fellfarbe austesten. Nachdem die Jungs fein gemacht wurden ging es dann mit der ganzen Rasselbande auf den Abenteuerspielplatz. Hier war das große Thema wieder „Vertrauen“.

An dieser Stelle ein großes Lob an alle Kinder, die mit viel Feingefühl un Empathie es geschafft haben, dass ihnen die Jungs durch jedes Hinderniss durch folgten.

Krönender Abschluss war wieder der geführte Ausritt mit Picknick.

Die Lichtpferde sagen Danke und freuen sich aufs nächste Jahr, wenn wir wieder Lichtblick zu Besuch haben!

Diagnose Stress

Diagnose Stress

In der heutigen Zeit ist Stress oft allgegenwärtig. Ob beruflich oder privat, in vielen Lebensbereichen hören oder sagen wir Sätze wie: „Ich bin total gestresst!“ Das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung ist oft gestört. Dabei ist Stress eine subjektiv empfundene Gefühlslage. Stress ist das, was mir Stress bereitet. Objektiv gibt es dabei viele verschiedene Stressoren, wie zum Beispiel Zeitdruck.  Langanhaltende Arbeit unter hohem Zeitdruck löst bei den meisten Menschen Stress aus. Stress kann sowohl physische Folgen, wie z. B. Bluthochdruck, Schlafstörungen oder Herzrasen, als auch psychische Folgen wie Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Wut, hervorrufen.

Stress kann entgegengewirkt werden, wenn eigene Ressourcen vorhanden sind. Ressourcen können ein Gegengewicht darstellen und den empfundenen Stress abmindern und das Wohlbefinden steigern. Das Ziel der Reittherapie und auch der Progressiven Muskelrelaxation ist es, die eigenen Ressourcen zu stärken und für den Alltag zu stabilisieren.